Polar M400 im Praxistest – ein smarter Sportcomputer und Activity Tracker

M400_White_Topleft_To_Go_ENG

M400_White_Topleft_To_Go_ENG @ polar.com/de

Als ambitionierter Freizeitläufer aus Leidenschaft laufe ich in einer normalen Woche zwischen 30 und 40km. Kurz vor einem Wettkampf, in der Trainingshochphase, komme ich dann schon mal auf 70 km und mehr die Woche. Um meine Fitness und Leistungsfähigkeit zu überprüfen und das Training möglichst effizient zu gestalten laufe ich seit Längeren mit einem Laufcomputer. Den Einstieg machte die Polar RS300X mit separaten GPS Sender am Oberarm. Als Nachfolger hatte ich mir die Polar RC3 GPS zugelegt, die hatte den GPS Sender bereits eingebaut. Mein neustes Modell ist die Polar M400 und ich kann schon vorweg nehmen – den Kauf habe ich keine Sekunde bereut!

Nach einer intensiven Trainingszeit und den ersten Halbmarathon mit der Polar M400 wird es Zeit für den ausführlichen Praxistest.

 

Der Beitrag ist wie folgt aufgebaut:

  1. Ausstattung der Polar M400
  2. Die Polar M400 im Praxistest
  3. Die App Polar Flow
  4. Der Polar Flow Webservice
  5. Fazit

 

Erhältlich zum besten Preis bei Amazon:

Polar GPS-Laufuhr M400 HR, schwarz, 90051341 (Ausrüstung)


Preis: EUR 199,99
Neu ab: EUR 205,92 Auf Lager
gebraucht ab: EUR 96,00 Auf Lager

 

Ausstattung der Polar M400

Die M400 für die Freizeit

Via Bluetooth lässt sich die Sportuhr mit dem Smartphone koppeln. Dann werden am Handgelenk die s.g. Smart Notifications angezeigt:

  • Anrufe und Textnachrichten auf der Uhr anzeigen lassen und annehmen oder abweisen
  • Nachrichten können auch direkt auf der M400 gelesen werden
  • Die M400 zeigt Termin an und erinnert Kalendereinträge
  • Wer mag, kann sich sogar Push-Nachrichten aus sozialen Netzwerken im Display anzeigen lassen

 

Was man nicht messen kann, kann man nicht lenken.

Peter Drucker

 

 

Die M400 für den Sport und das Training

Mit den zahlreichen Trackingfunktionen der Polar M400 ist die Sportuhr der ideale Begleiter für Lauf-Einsteiger und Lauf-Profis. Hier spielt die Polar M400 ihre vollen Stärken aus.

 

 

Smart Coaching Funktionen der M400

Trainingsbelastung und Erholungsstatus

Zeigt an, wie sich die Trainingseinheiten auf den Körper auswirken. Trainingseinheiten lassen sich miteinander vergleichen und so die Intensität und die Dauer der Einheiten entsprechend den persönlichen Grenzen anpassen. Diese Funktionen sind im Polar Webservice verfügbar. Dort wird ebenfalls eine Kurve zum Erholungsstatus angezeigt, die informiert über die Erholungszeit bis zum nächsten Training.

Fitness-Test

Der Test, der ca. 5 Minuten benötigt, misst die persönliche kardiovaskuläre Fitness. Dieser Wert wird OwnIndex® genannt und ist mit der maximalen Sauerstoffaufnahme vergleichbar. Er gibt an, wieviel Milliliter Sauerstoff der Körper pro Kilogramm Körpergewicht in einer Minute transportieren kann. Damit ist der Polar OwnIndex® ein Maß für die aerobe Kapazität und der Ausdauerleistungsfähigkeit.

Trainingsnutzen

Die M400 zeigt direkt nach dem Training den Trainingsbenefit an. Mit dem motivierenden Feedback ist es leichter am Ball zu bleiben und man erhält sofortige Informationen über die Wirkung der Einheit.

Activity Guide

Dieser Modus zeigt an, wieviel Prozent der globalen Empfehlung für körperliche Bewegung tagesaktuell erreicht wurde. An der Uhr lässt sich einstellen auf welche Art man das Bewegungsziel erreichen möchte. Mit intensiven Training lässt sich die tägliche Bewegungsempfehlung schneller erreichen.

Polar_Flow_Activity_today_300dpi

Lauf- Trainingsprogramm

Über den Polar Flow Webservice lassen sich persönliche Trainingspläne für den eigenen Bedarf individuell zusammenstellen und auf die M400 übertragen. Im Wegservice lassen sich Ziele wie 5 km, 10 km, Halbmarathon oder Marathon auswählen.n Hierbei werden das persönliche Fitnesslevel, die Trainingseinheiten pro Woche, die Länge der Trainingseinheiten und die pers. Trainingsbelastung berücksichtigt.

 

[su_box title=“Auswertungsfunktionen“ style=“glass“ box_color=“#D63E33″]– Max. und durchschnittliche Herzfrequenz
– Max. und durchschnittliche Geschwindigkeit
– Distanz und Höhenmeter (Strecke wird in App und Webservice über Google Maps angezeigt)
– Schrittzähler
– Fitnessfortschritt mit Wettkampfzeithochrechnung für 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon
– Persönliche Bestleistungen u.v.m.
[/su_box]

 

Was die Polar M400 nicht kann

Ungeeignet ist die M400 für Triathleten. Die Uhr ist zwar Wasserdicht kann aber zu Trainingszwecken nicht die Herzfrequenz im Wasser messen. Für Triathleten ist die Polar V800* die richtige Wahl – zwar deutlich teurer aber auch mit mehr Sensoren kompatibel. Die V800* bedient schon den Profibereich.

 

Die Polar M400 im Praxistest

Ich nutze die M400 ausschließlich als Trainingscomputer der mich dabei unterstützt meine sportlichen Ziele zu erreichen und nicht etwa um meinen Schlaf zu überwachen oder meine normale tägliche Aktivität aufzuzeichnen.

Für die sportliche Unterstützung ist die Polar M400 – was meine Bedürfnisse angeht – der perfekte Begleiter. Nicht nur beim Laufen sondern auch beim Radfahren erweist sich die Sportuhr als bestens ausgestattet.

 

[su_box title=“Vorteile der Polar M400″ style=“glass“ box_color=“#D63E33″]– Robust und sehr gut verarbeitet
– Sehr schnelle GPS Ortung beim Starten
– Ausgezeichnete Verbindung zum Bluetooth-Brustgurt
– Breite Auswahl an Anzeigemodi
– Manuell einstellbare und auswertbare Runden – ideal für z.B. Intervalltraining!
– Verschiedene Sportmodi einstellbar (ich benötige nur Laufen und Radfahren)
– Kinderleichte Datenübertragung wahlweise via Bluetooth ans Smartphone oder via USB an den Rechner
– Sehr gute Auswertefunktionen der Daten wahlweise über den Webservice vom Rechner aus oder über die App am Smartphone
– Mit der Polar Flow App ist es möglich die Daten an Apple Health oder MyFitnessPal zu übertragen
– Vergleichsweise günstig erhältlich
[/su_box]

 

Laufen mit der smarten Polar M400

Die M400 funktioniert extrem zuverlässig und bietet mit den unterschiedlichen Anzeigefenstern alle Daten die ein ambitionierter Läufer während des Trainings benötigt.

Der Akku hält bei mir gut 10 Stunden im Trainingseinsatz und lässt sich bequem via USB am Rechner laden.

Das Bedienmenü der Polar M400 ist intuitiv und selbsterklärend. Dort lassen sich nach belieben die Grundeinstellungen personifizieren.

Die Uhr sitzt sehr bequem am Handgelenk, die Knöpfe haben einen guten Druckpunkt – insgesamt ist die Verarbeitung ausgezeichnet.

 

Radfahren mit der smarten Polar M400

Ich habe mir für das Radfahren die Original Radhalterung* von Polar zugelegt. Damit sind die Daten jederzeit gut ablesbar und man muss nicht die Hand vom Lenker nehmen.

Im Radmodus zeigt die Uhr automatisch km/h an (im Laufmodus min/km) und einige Anzeigedaten sind automatisch an das Radfahren angepasst.

 

Egal in welchem Sportmodus kann man sich von der Polar M400 wieder zum Ausgangspunkt zurücknavigieren lassen. Die Funktion ist ideal für alle, die auch mal unbekannte Strecken laufen.

 

Datenübertragung / Konnektivität

Zur Datenübertragung kann man zwei Möglichkeiten nutzen:

  1. Übertragung via Bluetooth an das Smartphone
  2. Übertragung via USB an den Rechner

Beide Varianten funktionieren einwandfrei. Die Polar Flow App läuft perfekt auf meinem iPhone 6s und die App für den Mac dient eigentlich nur dem Verbindungsaufbau. Die Daten sind dann im Polar Flow Webservice abzurufen. Ist die Sportuhr per USB mit dem Rechner verbunden lassen sich auch direkt Softwareupdates aufspielen.

 

Die App Polar Flow für das Smartphone

Vorweg – ich nutze die App für iPhone. Die App ist sehr übersichtlich gestaltet. Auch hier ist die Bedienung sehr intuitiv – damit sollte jeder klar kommen. Mit der App lassen sich alle Trainingseinheiten einzeln auswerten.

Wochenübersicht mit Trainingseinheiten

Die wichtigsten Trainingsdaten sind auf einem Blick dargestellt.

Trainings Load, Running Index und Trainings Benefit sind direkt ersichtlich.

Trainingsload, Runningindex, Benefit und Herzfrequenzkurve der Trainingseinheit

Eine Skala zeigt Wahlweise die Kurve der Herzfrequenz oder des Tempos der letzten Einheit.

Kartenansicht der Laufeinheit

Eine Karte von Google Maps zeigt die zurückgelegte Strecke an.

Mehr Info´s braucht man auf die Schnelle nicht.

 

 

Der Polar Flow Webservice

Noch mehr Möglichkeiten das Training, die tägliche Aktivität und den Schlaf auszuwerten bietet der Polar Flow Webservice.

Detaillierte Trainingsansicht im Webservice

Detaillierte Trainingsberichte zeigen in noch mehr Daten auf einen Blick als die App.

Trainingsbericht in Monatsansicht

Das Trainingstagebuch gibt einen Überblick über die Trainingseinheiten je Woche oder Monat.

Running Index-Bericht

Berichte geben Aufschluss über das persönliche Fitnesslevel und rechnen Zielzeiten für 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon hoch.

Keine Sorge – eine Datenübernahme aus dem Webservice polarpersonaltrainer.com zum Polar Flow Webservice ist ebenfalls möglich. So gehen die früheren Trainingseinheiten nicht verloren. Hintergrund: Die Polar RC3 GPS synchronisiert nur mit dem Webservice polarpersonaltrainer und die M400 eben nur mit Polar Flow.

Hier geht´s zur Anleitung „Wie übertrage ich Daten von polarpersonaltrainer.com an den Polar Flow Webservice?“

 

M400_blue_exe_2_imp @ polar.com/de

 

Fazit zur smarten Sportuhr Polar M400

Die Polar M400 vereint die Technik eines Activity Trackers mit der einer GPS-Sportuhr. Schnelles integriertes GPS, eine ausgezeichnete Herzfrequenzüberwachung mittels Brustgurt mit Bluetooth-Sender und geniale Auswertungsmöglichkeiten der Trainingseinheiten machen die Polar M400 zu einem echten Kauftipp! Die prima funktionierende App und der Webservice wird selbst verwöhnte Datensammler zufriedenstellen. Ein klasse Allrounder für anspruchsvolle Sportler.

 

Bewertung:

Polar M400

Polar M400
9.6

Ausstattung

9.5 /10

Verarbeitung

9.5 /10

Datenauswertung

9.5 /10

Webservice-Handling

9.8 /10

App-Handling

9.8 /10

Pro

  • Sehr schnelle GPS Ortung beim Starten
  • Ausgezeichnete Verbindung zum Bluetooth-Brustgurt
  • Manuell einstellbare und auswertbare Runden – ideal für z.B. Intervalltraining
  • Kinderleichte Datenübertragung
  • Sehr gute Auswertefunktionen der Daten

Contra

  • Nicht für Triathleten geeignet